SFU Biologietest · Teil II
Humangenetik im SFU-Biologietest: Buselmaier Kapitel 7.1 bis 7.9
Der zweite Prüfungsblock ist die Humangenetik — Buselmaier Kapitel 7.1 bis 7.9, Buchseiten 107 bis 142. Für viele Bewerber der anspruchsvollere Teil, weil der Stoff aufeinander aufbaut. Hier steht, was wirklich verlangt wird, plus drei Übungsfragen aus unserem Pool zum direkten Ausprobieren.
Prüfungsumfang Humangenetik
Etwa die Hälfte der 30 Fragen im Biologietest stammt aus der Humangenetik. Quelle ist Buselmaier Kapitel 7.1 bis 7.9. Die Themen bauen logisch aufeinander auf — vom Träger der Erbinformation über die DNA-Struktur bis zur Translation des fertigen Proteins.
- 7.1 Träger der Erbinformation (historische Experimente: Griffith, Avery, Hershey-Chase)
- 7.2 Aufbau der DNA (Doppelhelix, Basenpaarung, Chargaff)
- 7.3 Replikation (semikonservativ, Enzyme, Leit- und Folgestrang)
- 7.4 DNA-Reparatur (Mismatch, Excision, klinische Bezüge)
- 7.5 Genetischer Code (Tripletts, Degeneration, Start/Stopp)
- 7.6 Aufbau und Definition von Genen (Exons, Introns, Pseudogene)
- 7.7 Transkription (RNA-Polymerasen, Processing, Spleißen)
- 7.8 Genregulation und differenzielle Genaktivität
- 7.9 Translation (Ribosomen, Ablauf, Antibiotika-Angriffspunkte)
7.1 bis 7.2: Träger der Erbinformation und DNA
Der Einstieg über die historischen Schlüsselexperimente: Griffith entdeckte das „transformierende Prinzip", Avery, MacLeod und McCarty identifizierten es als DNA, Hershey und Chase bestätigten das mit radioaktiv markierten Bakteriophagen. Diese Versuche und ihre Logik solltest du sicher erklären können.
Beim DNA-Aufbau geht es um die Doppelhelix: antiparallele Stränge, komplementäre Basenpaarung (A–T, G–C), die Chargaff- Regeln und die Strukturhierarchie bis zum Chromosom. Detailfragen greifen gern Bindungstypen auf — Wasserstoffbrücken zwischen den Basen versus Phosphodiesterbindungen im Rückgrat.
7.3 bis 7.4: Replikation und Reparatur
Die Replikation ist semikonservativ — jeder Tochterstrang enthält einen alten und einen neuen Strang. Du musst die beteiligten Enzyme (DNA-Polymerasen, Primase, Ligase, Telomerase) und das Zusammenspiel von Leit- und Folgestrang mit Okazaki-Fragmenten sicher abrufen. Ein Klassiker für Mehrfach-richtig-Fragen.
Die DNA-Reparatur verbindet Molekularbiologie mit Klinik: Mismatch-, Excisions- und Postreplikationsreparatur, dazu Krankheitsbilder wie Xeroderma pigmentosum (defekte Reparatur von UV-Schäden) oder die Reparaturgene BRCA1/2 und HNPCC. Hier ist Detailtiefe nahe am Buchwortlaut gefragt.
7.5 bis 7.6: Code und Genaufbau
Der genetische Code ist ein Triplettcode: drei Basen codieren eine Aminosäure. Wichtige Eigenschaften: er ist degeneriert (mehrere Codons pro Aminosäure), eindeutig und nahezu universell. Start- und Stoppcodons sowie die Wobble-Hypothese sind beliebte Detailthemen.
Beim Genaufbau geht es um die Struktur eukaryotischer Gene: Exons und Introns, regulatorische Kontrollelemente, Pseudogene sowie Single-copy- und repetitive Sequenzen. Genaue Definitionen entscheiden hier über die Punkte.
7.7 bis 7.9: Transkription bis Translation
Die Transkription umfasst die drei RNA-Polymerasen, das Processing der mRNA (Capping, Polyadenylierung, Spleißen) und das alternative Spleißen. Buselmaier verknüpft das mit Antibiotika, die an verschiedenen Stellen angreifen — etwa Rifamycin an der prokaryotischen Polymerase oder α-Amanitin an der eukaryotischen RNA-Polymerase II.
Die Translation läuft am Ribosom: Initiation, Elongation, Termination. Auch hier sind Antibiotika-Angriffspunkte (Chloramphenicol, Puromycin, Cyclohexamid) ein Detailthema. Die Genregulation in 7.8 schließt mit differenzieller Genaktivität, alternativem Spleißen und klinischen Beispielen wie den Thalassämien.
Übungsfragen zur Humangenetik
Drei Fragen aus unserem Pool im echten Multiple-Response-Format. Wähle alle Antworten aus, die du für richtig hältst, und löse dann auf. Im Test zählt nur die exakt richtige Menge.
Avery, MacLeod und McCarty (1944) klärten die chemische Natur des transformierenden Prinzips auf. Welche Aussagen sind korrekt?
Mehrfachauswahl möglich — oft sind zwei oder drei Antworten richtig.
Was bedeutet semikonservative Replikation?
Mehrfachauswahl möglich — oft sind zwei oder drei Antworten richtig.
Was beschreibt die Degeneration des genetischen Codes?
Mehrfachauswahl möglich — oft sind zwei oder drei Antworten richtig.
Häufige Fragen
Welche Genetik-Kapitel sind im SFU-Biologietest relevant?
Die Unterkapitel 7.1 bis 7.9 aus Buselmaier (Buchseiten 107 bis 142): Träger der Erbinformation, Aufbau der DNA, Replikation, DNA-Reparatur, genetischer Code, Aufbau von Genen, Transkription, Genregulation und Translation. Kapitel 7.10 und folgende gehören nicht zum Prüfungsumfang.
Ist die Humangenetik schwerer als die Zellbiologie?
Für die meisten Bewerber ja, weil der Stoff weniger aus der Schule vertraut ist und die Themen stark aufeinander aufbauen. Besonders die Unterkapitel 7.3 bis 7.7 (Replikation, Reparatur, Code, Genaufbau, Transkription) ziehen einen Großteil der Fragen.
Welche klinischen Bezüge können vorkommen?
Buselmaier verknüpft die Genetik mit Krankheitsbildern: Xeroderma pigmentosum (DNA-Reparatur), BRCA1/2 und HNPCC (Reparaturgene und Krebs), Thalassämien und Spleißmutationen (Genregulation). Diese Beispiele tauchen als Detailfragen auf.
Alle Übungsfragen
Den vollständigen Fragenpool im Guide bekommen
Im kostenlosen Insider-Guide findest du den Lernplan für den Biologietest plus weitere Übungsfragen im Multiple-Response- Format zu Zellbiologie und Humangenetik.